Die Deutsche Finance Group (DFG) steht in finanzieller Schieflage. Droht Anlegern ein Totalverlust ihrer Einlage, weil Anlegergelder nicht zielgerichtet investiert wurden?
Die DFG wurde im Jahr 2005 gegründet und versteht sich als multilaterale Plattform für Private Equity Investments. Dabei bietet die DFG nach eigenen Aussagen privaten sowie institutionellen Anlegern Zugang zu verschiedenen hochwertigen Immobilien- und Infrastrukturprojekten. Operative Standorte hat die DFG in verschiedenen europäischen Metropolen, darunter München als Hauptsitz. Insgesamt verwaltet die DFG einen Bestand von 4600 Direktinvestments sowie ein Anleger-Vermögen von rund 10 Milliarden Euro bei über 55.000 Anlegern.
Um Zugang zu den von der DFG angebotenen Direktinvestments zu erhalten, konnten Anleger nicht direkt in die Immobilienprojekte oder das jeweilige Infrastrukturprojekt investieren, sondern investierten ihr Geld als eine Einlage in einen geschlossenen Publikumsfonds (Alternativer Investmentfonds).
Die eingesammelten Gelder sollten über eine Kapitalverwaltungsgesellschaft in ein – während der Kapitalsammelphase noch unbekanntes Investment (sog. „Blindpool-Konzept“) – investiert werden, um Rendite zu erwirtschaften, die schließlich an die Anleger auszukehren gewesen wäre. Das Kapital der Anleger ist in solchen Fonds langfristig, meist über 10 Jahre, gebunden. Ein vorzeitiger Verkauf kann nur auf dem Zweitmarkt mit teils hohen Abschlägen erfolgen.
In den Verkaufsprospekten zeigen sich nach der Einschätzung von TILP jedoch unzureichende Angaben zur Risikodarstellung solcher Blindpool-Konzepte. Darüber hinaus wurden Anleger nach TILP-Informationen auch in nicht genügendem Umfang über mögliche (Total-)Verluste ihrer Einlage aufgeklärt. Beispielsweise sind die Angaben über Rendite-Prognosen für noch nicht feststehende Investitionsprojekte für Anleger nicht nachvollziehbar. Ausgewiesen wurde lediglich sog. „Gesamtgewinn-Angaben“. Anleger wurden demnach im Unklaren gelassen, in welche Projekte ihr Kapital tatsächlich investiert wurde.
Zuletzt häuften sich (Presse-)Berichte, dass die DFG aufgrund verringerter Einlagenvolumina von Anlegern in finanzielle Schieflage geraten sei. Es fehlen für einige Fonds zudem Geschäftsberichte seit einigen Jahren, sodass die Anleger keine Kenntnis über den Fortbestand ihres Investments haben. Nach Angaben der DFG befinde sich diese in einem „Restrukturierungsprozess“ und plane eine strategische Neuausrichtung in mehr Wohnimmobilienprojekte. Inwiefern die Restrukturierungsmaßnahme und die Neuausrichtung die bisherigen Projekte und vor allem die investierten Anlagegelder betreffe, steht nicht fest.
Dies alles nahm die Ratingagentur Scope zum Anlass, die DFG auf „under review for possible downgrade“ zu stellen. Insbesondere betonten die Rating-Analysten, seien Fragen zu den von der DFG vorgelegten Unterlagen aufgekommen, welche von der DFG unbeantwortet blieben. Da eine abschließende Bewertung nicht erfolgen konnte, eine Rating-Abstufung jedoch mit den Scope zur Verfügung stehenden Unterlagen hinreichend wahrscheinlich sei, wurde nach den Darstellungen von Scope diesen das Mandant seitens der DFG kurzerhand entzogen. Es stellt sich die Frage, weshalb die DFG einer Abwertung zuvorgekommen ist. Wenn sich die Projekte gut entwickelten und entsprechend die prognostizierte Rendite erwirtschaften, gebe es keinen Grund, Fragestellen der Rating-Analysten unbeantwortet zu lassen oder das Mandat zu beenden. Anleger sollten hier wachsam sein und Neuigkeiten rund um die DFG aufmerksam verfolgen.
Wir von TILP bieten Ihnen eine kostenfreie Registrierung an, damit Sie als geschädigter Anleger über alle Neuigkeiten der von der DFG angebotenen Projekte am Laufenden bleiben.
Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne und unverbindlich.
Gerne bewerten wir Ihren Sachverhalt und erstellen Ihnen eine kostenlose rechtliche Ersteinschätzung. Bitte füllen Sie daher folgende Eingabefelder aus, sodass wir uns mit Ihnen schnellstmöglich in Verbindung setzen können:
TILP prüft den Fall Deutsche Finance Group derzeit ausführlich. Grundlage sind u.a. die Verkaufsprospekte der einzelnen Fonds sowie ein Finanzgutachten, das Fehler bei einigen geschlossenen Fonds nahelegt.
Haben Sie in einen geschlossenen Fonds der DFG investiert? TILP rät Ihnen, sich über Neuigkeiten zu informieren, um Ihr Kapital im Ernstfall eines (Total-)Verlustes rechtzeitig schützen zu können. Registrieren Sie sich kostenfrei bei uns, damit Sie als geschädigter Anleger über alle Neuigkeiten der von der DFG angebotenen Projekte am Laufenden bleiben.
You need to load content from reCAPTCHA to submit the form. Please note that doing so will share data with third-party providers.
More Information