US-Sammelklagen

US-Sammelklagen

Im Rahmen der US-Sammelklagen beschäftigen wir uns vor allem mit US-Wertpapierrecht und Class Actions (securities litigation). Hier geht es um Klagen, die ein oder wenige Kläger vorab führen und denen sich bei Erfolg andere geschädigte Anleger anschließen können.

 

US-Sammelklagen stellten für deutsche Anleger bislang häufig eine sinnvolle Alternative zum Prozess in Deutschland dar. Denn im Vergleich zu Deutschland bieten die USA einen effektiveren Anlegerschutz. Durch neuere Rechtsprechung in den USA wurde diese Möglichkeit partiell eingeschränkt. Trotzdem gibt es nach wie vor Möglichkeiten, sich entweder aktiv an US-Verfahren zu beteiligen oder zumindest Ansprüche im Settlement-Verfahren geltend zu machen. Dies prüfen wir durch unser Monitoring-Department mit Kollegen aus den USA und Deutschland von Fall zu Fall.

Materiell-rechtlich bieten der Securities Act 1933 und der Securities Exchange Act 1934 der USA die wesentlichen Anspruchsgrundlagen, um Haftungsansprüche von Investoren im Wertpapierbereich durchzusetzen. Zu den wesentlichen Anspruchsgrundlagen zählt nach wie vor der §§ 10 (b) des Securities Exchange Act 1934, der einen Anspruch auf Schadensersatz bei betrügerisch veranlassten Käufen von Wertpapieren an US-Börsen ermöglicht.

Der Investment Company Act (ICA) von 1940 hingegen spielt bei der Verfolgung von zivilrechtlichen Ansprüchen keine Rolle, da dieser nur in einem sehr engen Korridor zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gewährt, auch wenn in jüngster Zeit ein erstinstanzliches Urteil des District Courts des Northern District of California im Fall Northstar Financial Advisors, Inc. v. Schwab Investments aus §§ 13 (a) des ICA zivilrechtliche Schadensersatzansprüche zusprach.