Prospektfehler

Bei der Ausgabe von neuen Wertpapieren oder Beteiligungen wird ein Emissionsprospekt erstellt. Dieser soll alle für die Beurteilung einer Kapitalanlage wesentlichen Angaben enthalten, damit sich der Anleger ein zutreffendes Bild über den Emittenten und die Wertanlage machen kann. Für die Kaufentscheidung eines Anlegers stellt der Prospekt eine wichtige Grundlage dar.

Sind die Angaben in dem Prospekt unvollständig, unrichtig oder irreführend, können Ansprüche auf Rückabwicklung und ggfs. Schadensersatz aus Prospekthaftung geltend gemacht werden. Dabei richtet sich die Prospekthaftung im engeren Sinn gegen die Prospektverantwortlichen selbst. Im weiteren Sinn kann sich Prospekthaftung auch auf die Finanzvermittler beziehen, wenn diese von den fehlerhaften Angaben im Prospekt wussten, den Kunden darüber aber nicht informiert und somit ihre Aufklärungspflicht verletzt haben.

Die Prospekthaftung ist u.a. im Börsengesetz und Verkaufsprospektegesetz geregelt.

GEBAB Fonds - TILP sieht gute Erfolgsaussichten für Schadensersatz

Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 hat die GEBAB über 100 Fonds am Kapitalmarkt platziert. Dabei schreibt sich die GEBAB selbst auf die Fahne, dass sich ihre „konservative Philosophie auch in turbulenten Märkten bewährt“.

Telekom-Klagen

Insbesondere am gestrigen Donnerstag, 02.08.2010, wurde in den Medien von der Einreichung der angeblich ersten Klage gegen die Deutsche Telekom wegen Prospekthaftung auf Grund der Fehlbewertung ihres Immobilienvermögens berichtet.

DG-Immobilienfonds: Weiterer Prozess-Erfolg für TILP

Erstmals hat ein Gericht in einem der sog. DG-Immobilienfonds-Fälle einem geschädigten Anleger Schadensersatz zugesprochen. Das OLG Frankfurt a. M. bejahte zum Fonds Nr. 34 Prospektfehler wegen „unzureichender Darstellung weicher Kosten“ und verurteilte die DZ-Bank AG und die DG Anlage GmbH zu Schadensersatz (Urteil vom 13.05.2009, Az. 23 U 64/07). Die Revision wurde nicht zugelassen.