Schadensfall S&K: Staatsanwaltschaft veröffentlicht sichergestellte Vermögenswerte der S&K - Gruppe

Mit Datum vom 10. September 2013 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine Liste der sichergestellten Vermögenswerte der S&K-Unternehmensgruppe nebst deren Verantwortlichen veröffentlicht. Die S&K - Gruppe, unter der Leitung der Hauptbeschuldigten Jonas Köller und Stephan Schäfer, hat nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ein großangelegtes Schneeballsystem betrieben und Anleger in dreistelliger Millionenhöhe geschädigt. Was nach dem exzessiven Luxusleben der beiden Hauptbeschuldigten, vermutlich auf Kosten der Anleger, noch übrig ist, zeigt die Liste der Staatsanwaltschaft. Neben Luxusuhren und Schmuck besaßen die Beschuldigten sowie die Unternehmen zum Beispiel kiloweise Goldbarren.

Auch Grundstücke konnten den Beschuldigten beziehungsweise den Unternehmen der S&K-Gruppe zugeordnet werden. Für die Geschädigten besteht nun die Möglichkeit, in das sichergestellte Vermögen der Staatsanwaltschaft zu vollstrecken. „Das sichergestellte Vermögen reicht vermutlich jedoch bei weitem nicht aus, die Ansprüche der geschädigten Anleger zu befriedigen“ , erklärt Klaus Nieding, Rechtsanwalt der Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, der im Rahmen der PIA ProtectInvestAlliance die Ansprüche geschädigter Anleger geltend macht. „Daher gilt es, schnellstmöglich einen vollstreckbaren Titel zu erwirken, beispielsweise einen dinglichen Arrest, da bei der Vollstreckung in das sichergestellte Vermögen das sogenannte ‚Windhundprinzip’ gilt “ , so sein PIA-Partner Andreas W. Tilp, Rechtsanwalt der TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Im Klartext: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Für geschädigte Anleger kommen Ansprüche gegenüber den Hauptbeschuldigten persönlich sowie den entsprechenden Gesellschaften der S&K-Unternehmensgruppe in Betracht. „Eine konkrete Prüfung der Ansprüche des einzelnen Anlegers ist dabei unerlässlich “ , erklärt Nieding. „Es gilt, mögliche Anspruchsgegner für Vollstreckungsmaßnahmen für den einzelnen Anleger zu identifizieren, um diese dann gezielt in Anspruch zu nehmen“, so der Frankfurter Anwalt weiter. „Dabei ist nicht jeder potenzielle Anspruchsgegner auch wirtschaftlich sinnvoll, deshalb sind Ansprüche auch unter diesem Aspekt zu prüfen “, ergänzt Tilp.