Klagewelle gegen Barclays PLC Bank im Fall K1/Kiener

Im Fall des betrügerischen Hedgefonds K1/Kiener geht PIA, die auf Großschadensfälle spezialisierte Kanzleiplattform der Kapitalmarktkanzleien Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Tilp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, neue Wege. Nicht der verurteilte und inhaftierte Begründer des betrügerischen Schneeballsystems, Helmut Kiener, steht im Mittelpunkt zweier Wellen von Schadensersatzklagen, sondern ein Kreditinstitut und Zertifikate-Emittent: Mehr als 100 Klagen wurden gegen die Barclays Bank PLC London bei den Landgerichten Frankfurt/Main und München eingereicht, denn: "Nach unserer Überzeugung hätte ohne Barclays das System Kiener nicht so lange funktioniert!", begründen die erfahrenen Kapitalmarktrechtler Andreas Tilp und Klaus Nieding einhellig.

Zeitgleich hat die PIA Anträge auf Einleitung eines so genannten Musterverfahrens nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) gestellt. Danach kann das Gericht einen Musterkläger einsetzen, dessen Verfahren stellvertretend für alle anderen Fälle verhandelt wird. Das spart Zeit und Prozesskosten für Betroffene. "Wir rechnen fest damit, dass das Oberlandesgericht Frankfurt/Main innerhalb von sechs Monaten das Musterverfahren einleitet", zeigt sich PIA-Geschäftsführer Andreas Tilp überzeugt.

Mit den Klagen betritt PIA juristisches Neuland. "PIA ist die erste Kanzlei, die mit Hilfe des KapMuG direkt gegen Zertifikate-Emittenten vorgeht", erläutert PIA-Geschäftsführer Klaus Nieding. In anderen Fällen war das Anwalts-Joint Venture ebenfalls Pionier in Sachen Musterklage. So war PIA die erste Kanzlei überhaupt, die KapMuG-Anträge nach dem neuen seit November 2012 geltenden Verfahrensrecht gestellt hat. Dabei geht es um den notleidenden Immobilienfonds "Morgan Stanley P2 Value".

Insgesamt vertritt PIA im Fall des Hedgefonds K1/Kiener mehr als 1000 Geschädigte mit einem gesamten Schadensvolumen von rund 100 Millionen Euro. Neben den jetzt eingereichten mehr als 100 Klagen hat PIA für weitere über zweihundert Mandanten Güteanträge bei der Gütestelle in Reutlingen gestellt, um Barclays zu Gesprächen zu bewegen und die Verjährung zu hemmen. Mehr noch: "Um den Druck auf Barclays zu erhöhen, haben wir zugleich einen zweiten Klagestrang eröffnet. Hier geht es um die K1 Genussrechte", erläutert Rechtsanwalt Tilp.

Dass die britische Bank so stark im Fokus steht, kommt nicht von ungefähr. Barclays hatte in großem Stil so genannte "X1 Zertifikate" auf von Kiener verwaltete Portfolien verlinkt. "Das Gesamtemission-Volumen seitens Barclays in Zertifikaten mit Kiener-Bezug schätzen wir auf mindestens 250 Millionen Euro", meint Rechtsanwalt Nieding.

Kontakt:
PIA ProtectInvestAlliance
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Marco Cabras
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Über PIA:
Die PIA ProtectInvestAlliance Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist die auf Großschadensfälle spezialisierte Kanzleiplattform der beiden Kapitalmarktkanzleien NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und Tilp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Kirchentellinsfurt, mit Repräsentanzen in Brüssel und Wien. PIA vertritt zahlreiche Investoren, darunter über 10.000 Private und Institutionelle in den Großschadensfällen Phoenix, AMIS, AHBR/COREALCREDIT Bank, DBVI, Swaps, Kiener/K1 und P2 Value sowie anderen in der Abwicklung befindlichen offenen Immobilienfonds.