Klage der US-Regierung gegen die Deutsche Bank

Unsere Kanzlei kann natürlich nicht beurteilen, ob die Vorwürfe der US-Regierung gegenüber der Deutschen Bank gerechtfertigt sind. Die uns vorliegende Klage an Judge Kaplan von gestern scheint uns aber sehr substantiiert zu sein.

2.
Aufgrund der jahrelangen Erfahrungen unserer Kanzlei mit US-Klagen, die wir gemeinsam mit unseren US-Partnern führen, wissen wir aber, dass bei derartigen Klagen in den USA schon statistisch betrachtet fast jeder Fall mit einer beachtlichen Vergleichszahlung endet, vor allem wenn sich der Staat - wie hier - einschaltet.

3.
Diese hohe Erfolgswahrscheinlichkeit von US-Klagen liegt im klägerfreundlichen Rechtssystem der USA begründet. Insbesondere gibt es für Kläger eine weitrechende Möglichkeit Beweise zu erforschen, der Gegner muss die ihn belastenden Beweise selbst vorlegen.

4.
Unsere Kanzlei sieht die konkrete Gefahr, dass zusätzlich zur gestrigen Klage nunmehr auch Investoren, die in den letzten 5 Jahren über US-Börsen Aktien der Deutschen Bank erworben haben, eigenständige Klagen gegen die Deutsche Bank in den USA erheben. Und zwar in Form von sogenannten securities class actions, das sind Sammelklagen wegen Verstößen gegen US-amerikanisches Kapitalmarktrecht, insbesondere den Securities Exchange Act aus dem Jahr 1934.

Klage