HRE-Aktionärsklagen: LG München trägt Musterfeststellungsantrag ein

Mit Beschluss vom 03.02.2010 hat die 22. Zivilkammer des Landgerichts München I angeordnet, die zulässigen Musterfeststellungsanträge der Parteien im Verfahren Wefers nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) im Klageregister bekannt zu geben. Ebenfalls am 03.02.2010 erfolgte diese Bekanntmachung dann durch Eintrag in das Klageregister des Elektronischen Bundesanzeigers. Eingetragen wurden 54 Feststellungsziele, welche sich in neun verschiedene Komplexe gliedern.

„Mit diesem Eintrag hat TILP Rechtsanwälte ein weiteres prozessuales Ziel erreicht, nämlich die Voraussetzung der Einleitung eines Musterverfahrens im Schadensfall HRE vor dem Oberlandesgericht (OLG) München“, betont Rechtsanwalt Andreas Tilp. Dieses Musterverfahren wird eingeleitet, wenn nunmehr innerhalb von vier Monaten in mindestens neun weiteren Verfahren gegen die HRE gleichgerichtete Musterfeststellungsanträge gestellt werden. Per heute sind im Klageregister bereits vier dementsprechende Einträge erfolgt. „Da unsere Kanzlei über ein Dutzend weiterer Klageverfahren gegen die HRE beim LG München I rechtshängig hat, werden wir dort nunmehr gleichgerichtete Anträge stellen und damit die Einleitung des Musterverfahrens herbeiführen, was seit jeher das erklärte Ziel von TILP Rechtsanwälte war“, führt Rechtsanwalt Tilp weiter aus.

Hintergrund:

Bekanntlich führt TILP Rechtsanwälte vor dem Landgericht München I über ein Dutzend Schadensersatzklagen gegen die HRE. Darunter befindet sich auch das Verfahren des Klägers Wefers, in welchem ein dreistelliger Millionenbetrag aus abgetretenem Recht verschiedener institutioneller Investoren gefordert wird. Mit den Aktionärsklagen werden verschiedene Schadensersatzansprüche gegen die HRE wegen einer Reihe kapitalmarktrechtlicher Verstöße im Zeitraum Juli 2007 bis Oktober 2008 geltend gemacht.