Prozessfinanzierung in den Schadensfällen DG Fonds

Prozessfinanzierungsunternehmen haben uns ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, das Kostenrisiko für DG Fonds-Geschädigte zu übernehmen. Für Anleger, die über keine Rechtsschutzversicherung verfügen eröffnet sich somit ebenfalls die Möglichkeit ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

Eine abschließende Finanzierungszusage seitens der Prozessfinanzierer erfolgt aufgrund einer Einzelfallprüfung. Zwei Finanzierer haben uns mitgeteilt, dass sie bereits in Sachen DG Fonds Nr. 34 und Nr. 35 das Vorgehen geschädigter Anleger finanziert haben und daher mit der rechtlichen Thematik vertraut sind. Somit stützen die Prozessfinanzierer die Auffassung verschiedener Entscheidungen des OLG Frankfurt, in welchen das OLG Frankfurt unserer Argumentation bezüglich des Vorliegens von Prospektfehlern gefolgt ist.

Gerade vor dem Hintergrund, dass das OLG Stuttgart in seinem jüngsten Urteil vom 15.07.2009 einem DG Fonds-Anleger Schadensersatz gegen seine beratende Bank zugesprochen hat, sind wir im Hinblick auf die Kostenübernahme durch Prozessfinanzierer in diesem Zusammenhang optimistisch. Das OLG Stuttgart teilt in seinem Urteil unsere Auffassung, dass eine Bank über Rückvergütungen aufklären muss, da sie sich insofern in einem Interessenkonflikt befindet. Da DG Fonds-Anleger in der Regel nicht über die Provisionszahlungen der beratenden Bank aufgeklärt worden sind, besteht die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche auf diese unterbliebene Aufklärung zu stützen.

Bei Übernahme der Finanzierung durch einen Prozessfinanzierer trägt der Anleger keinerlei Risiko. Im Falle des Obsiegens erhält ein Prozessfinanzierer in der Regel bis zu 30 % der erstrittenen Summe. Somit können Anleger der DG Fonds ohne eigenes finanzielles Risiko ihre erlittenen Verluste geltend machen.