cfb-Schiffsfonds twins 2 – CFB 168 - TILP bereitet Musterklage vor

Vor über sieben Jahre wurde der cfb-Schiffsfonds twins 2 – CFB 168 aufgelegt. Leider haben sich die im Prospekt genannten Motive für die Investition u.a. „die aus der Konzeption erwachsende Sicherheit“ und „realisieren Sie hohe  Ausschüttungen, die nahezu steuerfrei sind“ nicht verwirklicht.  Die Ausschüttungen sind deutlich unter Plan geblieben; der geschlossene Fonds CFB Nr. 168 Schiffsfonds Twins 2 befindet sich schon seit längerer Zeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Den Anlegern drohen damit erhebliche Vermögenseinbußen bis hin zum Totalverlust der Einlage. Unseres Erachtens war diese Entwicklung vorprogrammiert, denn wir sehen nicht, dass „marktgerecht bis günstig“ erworbene Schiffe eingesetzt wurden.
 

Die zwei im CFB Fonds Nr. 168 eingesetzten Schiffe wurden zu einem Kaufpreis von jeweils 41,75 Mio. USD vom CFB Fonds Nr. 146 erworben. Dieser Fonds erwarb die Schiffe fünf Jahre zuvor zu einem Kaufpreis von jeweils 27,424 Mio. USD.

Die Auslieferung der Schiffe erfolgte Ende 2003, Anfang 2004. Im Prospekt des CFB 168, Seite 11, findet sich dazu der Hinweis, der Preis der Schiffe sei „marktgerecht bis günstig“. Dass die über vier Jahre alten Schiffe tatsächlich mit einem Aufpreis von 52 % zum Neuwert erworben wurden, wird im Prospekt nicht erwähnt, so Rechtsanwältin Dr. Petra Dietenmaier.

Unter Beachtung der Tatsache, dass die am Markt erzielbaren Charterraten weit unterhalb der geplanten Charterraten lagen und mit einer zeitnahen Erholung der Charterraten nicht gerechnet werden konnte, wurde bereits in Bezug auf beide Schiffe in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung beschlossen, dass die Fondschiffe veräußert werden sollen. Die Bilanz bei beiden Schiffen für das Jahr 2013 ist ernüchternd, bei beiden Schiffen steht zu befürchten, dass selbst mit dem Verkauf der Schiffe die Verbindlichkeiten nicht vollständig bedient werden können. Was das bedeutet, sieht man am Beispiel vieler Schiffsinsolvenzen in den vergangenen Jahren.

Hiervon ausgehend haben die Kanzleien TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und Bremer Heller Rechtsanwälte PartmbB den cfb-Schiffsfonds twins 2 - CFB Fonds Nr. 168 durch einen Sachverständigen begutachten lassen. Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass die prospektierten Renditeerwartungen nicht einmal plausibel waren. Die nunmehr veröffentlichten Informationen seien daher nicht verwunderlich. Anhand der uns bisher vorliegenden Informationen und Unterlagen sind wir der Ansicht, dass der zu Grunde gelegte Prospekt nicht ordnungsgemäß ist. Die bei dieser Beteiligung zu beachtenden Risiken sind unseres Erachtens nicht umfassend und klar dargestellt und unseres Erachtens deutlich höher, als prospektiert.

Beide Kanzleien bereiten für den cfb-Schiffsfons twins 2 – CFB 168 ein Kapitalanleger Musterverfahren vor. Dies spart nicht nur Ärger und Zeitaufwand, sondern auch viel Kosten.