TILP erstreitet erstes obergerichtliches Urteil gegen EM.TV

Beim heutigen Urteil des OLG München handelte es sich dabei um einen Fall, der im Zusammenhang mit der damaligen falschen Ad-hoc Meldung des Münchner Unternehmens vom 24.8.2000 steht. Dem Kläger wurde unter Aufhebung des erstinstanzlichen - klageabweisenden - Urteils ein Schadenersatz in Höhe von € 10.219,53 nebst Zinsen zugesprochen.

Rechtsanwalt Peter Gundermann: "Für alle anderen laufenden Verfahren im Zusammenhang mit der falschen Ad-hoc Meldung vom 24.8.2000 bedeutet das heutige Urteil eine wesentliche Chancenerhöhung für die Kläger. Zudem muss EM.TV nun damit rechnen, dass sich zahlreiche Aktionäre für eine Klage entscheiden, die bis dato die gerichtliche Entwicklung bewusst abgewartet haben. Konkrete Chancen bestehen dabei aus unserer Sicht für diejenigen Anleger, die zwischen dem 24.8.2000 und dem 8.10.2000 Aktien des Unternehmens gekauft haben."

Die Frage einer möglichen Verjährung dieser Fallgruppe wird jedoch weiterhin von einigen Kammern des LG München I und Rechtsexperten kontrovers beurteilt.

Aus prozesstaktischen Gründen wurde der Kläger im Rahmen dieses Verfahrens förmlich als Partei vernommen. Ein solches Vorgehen wurde in der Vergangenheit von einzelnen Branchenvertretern zu Unrecht als chancenlos bezeichnet. "Damit wurde auch in diesem Punkt vom OLG München unsere Prozesstaktik eindrucksvoll bestätigt. Offenkundig hielt das OLG München mit seinem heutigen Urteil zudem auch eine Entscheidung dieses Verfahrens im Rahmen eines KapMuG-Verfahrens für nicht erforderlich" ergänzt Rechtsanwalt Peter Gundermann.

Urteil